Die Menge macht das Gift

Vor fünf Jahren habe ich mir noch nicht sehr viele Gedanken gemacht, was genau in den Produkten, die uns von der Industrie verkauft werden, alles drin steckt. Dass hat sich jedoch mit der Geburt meines ersten Kindes schlagartig verändert. Wie alle Eltern versuche ich das Beste für meine Kinder zu tun. Somit habe ich auch angefangen mich mit Giftstoffen zu beschäftigen. In unserer Nahrung, Umwelt, Kleidung und in Produkten die wir im täglichen Gebrauch haben sind sie enthalten. Die Industrie verkauft sie uns für glatteres Haar, geschmeidigere Haut oder weißere Zähne.

 

Hast du dir schon mal die Mühe gemacht die Verpackungsrückseite deines Deos, Zahnpasta oder Shampoos anzusehen? Diese kryptischen Bezeichnungen gegoogelt, übersetzt und nachgelesen was sie bedeuten? Ich nehme mir die Zeit und versuche mich zu informieren was sie bedeuten. Die Inhaltsstoffe werden nach ihrem Gewichtanteil in abnehmender Reihenfolge aufgelistet. Grundlage dafür ist die sogenannte INCI – die Internationale Nomenklatur für kosmetische Stoffe. Leider sind die Bezeichnungen oft vage, oder verschleiern tatsächliche Inhaltsstoffe (z.B. die Bezeichnung Parfum). Außerdem sind die Hersteller nicht dazu verpflichtet alle Inhaltsstoffe anzuführen. Erst ab einer Menge von 1% muss deklariert werden. Somit finden öfter auch bekanntere gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe wie Kortison den Weg in unsere Kosmetik, und das auf ganz „legalem“ Wege.

 

Auch Menschen die glauben gesunde und natürliche Pflegeprodukte zu verwenden, können enttäuscht werden. Produkte die als Naturkosmetik angeführt werden, müssen nicht selbiges versprechen. So kann Naturkosmetik unter Umständen auch bis zu 49% chemische Stoffe enthalten. Die zahlreichen Gütesiegel sind nicht so einfach zu durchschauen. Zudem sind Produkte die über 30 Monate haltbar sind, mit Konservierungsmittel versetzt die keinesfalls natürlichen Ursprungs sind. Die Bezeichnungen „mit den Wirkstoffen der Natur“ oder „alle pflanzlichen Inhaltsstoffe aus biologischem Anbau“ beziehen sich auf die rein pflanzlichen Inhaltsstoffe. Der Rest kann chemischer Natur sein.

Ein Erwachsener benutzt durchschnittlich 9 Körperpflegeprodukte täglich. Über 100 unterschiedliche Chemikalien die über die Haut, direkt in unsere Blutbahn gelangen können. Der Körper lagert sie ab, in unseren Organen und Fettgewebe. Die Hersteller versichern uns, dass die geringen Mengen an Chemikalien uns nicht schaden werden! Doch was passiert wenn unterschiedlich synthetische Stoffe reagieren und Wechselwirkungen entstehen? Wer kann mir sagen wie viel von welchem Stoff sich bereits in meinem Körper befindet?

 

Der Volksmund sagt: „Die Menge macht das Gift!“ Ich verwende täglich Bodylotion, schon seit ich 14 bin. Jetzt bin ich 33. Diese Menge bezeichne ich, als nicht mehr gering!!! Und das ist erst die Bodylotion. Was ist mit Zahncreme, Shampoo, Styling-Gel, Makeup, Lippenstift, Parfum, Duschgel, Sonnencreme und Hautcreme?

Wo landet dieser Sondermüll?

In meinem Körper und in unserer Umwelt!

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